Weite Hose für mich

Endlich mal wieder was für mich.
Mein Kleiderschrank braucht neue Hosen. Aus einem locker gewebten Stoff in schwarz-weiß, der einen guten, schweren Fall hat. Ich hatte mich in den Burdaschnitt 107 vom Jan 06 mit extrabreiter Passe und niedrigem Bund verliebt. Laut Maßtabelle sollte ich Größe 42 nehmen? Aber Größe 40 paßte gleich. Am hinteren Bund musste ich wegen meinem Hohlkreuz sogar noch 3 cm wegschneiden. Außerdem war die Beinlänge mit 107 cm zu optimistisch.
Mit Schnittabpausen, Zuschneiden und Nähen habe ich die letzten 2 Abende an der Hose gewerkelt.
Irgendwie schaut es auf dem Foto drei Nummern größer aus... Weil ein schönes Innenleben Spaß macht, wurden die Taschen und Bundkanten mit Schrägstreifen aus Futter verkleidet. So sieht´s von innen aus.



Fasching

Alle Jahre wieder...
Genäht habe ich den Ritterumhang und "Kettenhemd" schon letztes Jahr. Heute wollte er es unbedingt wieder anziehen.
Lag wohl an dem neuen, extralangen Schaumstoff-Schwert!

Flohmarktfund

Auf dem Flohmarkt habe ich ein interessantes Schnäppchen aus den 70er Jahren gefunden. Mit diesem Schnittsystem lassen sich Schnitte für Kleider und Jacken anhand seiner eigenen Maße erstellen. Mal sehen, ob es sich brauchbar erweist.
Auf jeden Fall sind die Illustrationen sehr liebevoll gestaltet. Retrocharme par Excellence.
Das rechte Kleid im Bordürenstoff ist doch trés chic, oder?

Thermohose mit Monster

Gestern bei unserem Nähtreffen habe ich mich an eine warme Winterhose drangemacht. Ach war das wieder schööön. Vor lauter Gucken, Erzählen und Bewundern bin ich nicht viel zum Nähen gekommen.
Ich wollte mal einen neuen, schnellen Schnitt testen, der ohne großartige Details wie Reißverschluß oder Sattel auskommt. Aus der letzten Ottobre 2007 sollte es die Outdoorhose in Größe 116 werden. Als es ans Nähen der Vorder- und Hinterbeine ging, waren die Vorderteile einfach 10 cm zu kurz. Na so was! Fehler im Schnittmuster oder beim Abpausen? Egal, das ließ sich durch kreatives Ansetzen schnell beheben. Mehr Kopfzerbrechen hat mir der schräge Druck der Karos trotz geradem Fadenlauf gemacht. Man soll beim Stoffkaufen eben doch genau hinschauen...
Heute habe ich noch die restlichen Teile drangewerkelt - die bestickten Blasebalg-Taschen, Futter und den Bund. Jetzt sind mir nur gerade die Druckknöpfe für die Taschenverschlüsse ausgegangen. Dann kann es wieder kalt werden!

Hosenumschlag der bleibt, wo er soll

Gleich zum Jahresanfang wartet eine unliebsame Aufgabe. Der Saum einer gekauften Hose mit Aufschlag will gleich 8 cm gekürzt werden. Nach genauer Untersuchung ist mir aufgefallen, dass der Umschlag innerlich festgenäht wurde und dadurch nicht herunterfallen kann. Das wollte ich auch mal probieren.
Also jetzt geht’s los. Zuerst den Saum mit der Overlock versäubern. Der Umschlag misst einfach 4 cm. Also werden 4 Linien im Abstand von 4 cm gezogen, plus 2,5 cm für den eigentlichen Saum innen. Das macht zusammen 4+4+4+2,5 cm=14,5 cm ab der Schnittkante gemessen.
Dann das Hosenbein rundherum 10,5 cm rechts auf rechts nach außen krempeln und flachbügeln. Der Bruch an der zweiten Linie von links entspricht jetzt schon der fertigen Endlänge. 4 cm vom Bruch eine Heftnaht (stichlänge ca 15 mm) mit der Nähma setzen. Diese Heftnaht dient zum späteren Bügeln und ist der obere Bruch des Aufschlags von innen. Dann rechts neben der Heftnaht füßchenbreit eine Steppnaht setzen. Diese hält den Umschlag später an Ort und Stelle.
Nun den Saum wieder zurück nach unten klappen und bügeln. Jetzt kann der Heftfaden entfernt werden. Nun muß nur noch der 2,5 cm breite Saum nach innen gelegt und festgeheftet werden. Ich mache das immer gerne per Hand vorm Fernseher. (Schneller geht es mit dem Blindstich der Nähma, da muß man dann vorher aber genügend Zielwasser trinken.)
Und fertig ist der Aufschlag!

Mich würde interessieren, ob es so einfach erklärt ist und Euch geholfen hat. Ich freue mich über Kommentare.