Rosen-Rock

Ein weicher wolliger Jaquard mit eingewebten Rosen und gedrucktem Fischgratmuster sollte ein schneller Rock werden. Der Schnitt war schon einmal vernäht worden und paßte. Alle Teile waren auch recht schnell zusammengenäht. Doch die endgültiger Fertigstellung hat mich einiges an Nerven gekostet.
Ich wollte zu dem Wolljaquard noch den Taft der Raffkragen-Jacke (http://petozi-design.blogspot.com/search/label/Jacke) kombinieren. Also habe ich an den Säumen 4 Godets aus Taft eingesetzt. Nur verlaufen die unteren Nähte mit leichtem Schwung nach außen. Eben nicht geeignet für Godets, wie sich herausstellte. Es sah seltsam aus und stand komisch ab. Wohl auch, weil ein Stoff eben dicker als der andere war. So wollte ich das nicht lassen. Nach ewigem Hin- und Herprobieren habe ich die Godets wieder rausgetrennt. Dafür habe ich einem breiten Taftstreifen am Futter angenäht. Das gefiel mir schon viel besser, es fehlte aber noch irgendwas. Schlussendlich mussten einige Jo-Jo-Blümchen herhalten, die auf eine Raffung am Saum aufgesetzt wurden. So gefällt es mir ganz gut.

Walk-Jacke

Dieser bunte Wollwalk mit aufgefilzten Fäden hat bei meinem letzten Stadtbummel so laut gerufen, dass ich nicht widerstehen konnte. Die Schnittsuche war für mich ziemlich schwierig. Zum einen fehlte mir diesmal die Vorstellungskraft, wie der Stoff am Körper wohl fallen würde. Und zum anderen dachte ich, dass durch die Materialdicke ein harter Pelz entstehen könnte. Also sollten es wenig Nähte sein, aber trotzdem körpernah geformt ohne viele Abnäher. Meine Bedenken waren aber unsonst. Eine Jacke nach diesem Schnitt hing dann zufällig fertig genäht in meinem Lieblingstofflädle, so dass ich die Passform im Vorhinein testen konnte – praktisch. Die ausladende Kragenform hatte es mir auch gleich angetan. Vorne sind nur schräg nach unten laufende Brustabnäher und in der hinteren Mitte ist eine Naht. Die Ärmel sind einteilig.
Weil der Stoff auf der linken Seite nur grau ist, musste ich die Armaufschläge extra schneiden und links auf rechts annähen, dass beide bunten Seiten außen zu liegen kommen.
Als Verschluß trage ich einfach eine große Schmuck-Sicherheitsnadel dazu.

Patchworkweste vollendet

Nachdem ich mich im Frühjahr voller Motivation an eine Patchworkweste gemacht hatte, war sie schon fast fertig. Nur eben fast. Jetzt endlich ist das Werk vollbracht. Ich musste mich nur aufraffen, die Fellborte per Hand dran zu nähen. Und Verschlüsse fehlten auch noch. Passende Posamentenknöpfe konnte ich keine finden. Also wurden welche aus Kordel selber gezwirbelt. Das war eine ganz schöne Geduldsarbeit... Motivation ist eben alles! Der Schnitt ist aus einer Burda und sitzt schön auf Figur. Aus einem der verwendeten Stoffe sind zusätzlich Blüten appliziert. Die Weste entstand unter anderem aus Stoffstreifen passend zu diesem Rock, den ich mir letztes Jahr genäht habe und sehr gerne anziehe. Bei ihm habe ich mit dem Fadenlauf, Knöpfen und Falten am Saum gespielt.

Noch eine Sterndecke

Weils so scheee war, gleich noch 2 Sterne in blau. Geschenke auf Vorrat kann man ruhig liegen haben. Wobei – einen behalte ich für mich!
Hier sieht man gut die gespiegelte Anordnung der Streifen, denn beide sind wieder in einem Rutsch entstanden, so daß einmal ein blauer Stern in der Mitte liegt und einmal ein blauer Rand. Sollen beide Decken gleich sein, dann kann man die Streifenfolge so nehmen, dass sie nach außen hin symmetrisch angeordnet sind und sich die Farbfolge regelmäßig von innen nach außen wiederholt.
Für einen kleinen Stern von 66 cm war der gepatchte Streifen 17 cm breit. Dafür reicht es dann auch vom Stoff in jeder Farbe je 2 Streifen über die Stoffbreite abzuschneiden. Die große rote Decke unten ist 122 cm groß, wobei die Streifen eine Breite von 31 cm hatten. Dann werden 4 Bahnen gebraucht.

Sterndecke

Da Weihnachten immer ganz plötzlich vor der Tür steht, habe ich heute schon einmal mit der „Geschenkeproduktion“ angefangen. Ein einfacher Patchwork-Stern als Mitteldecke kommt bestimmt gut an.
Mit dieser Methode lassen sich gleich 2 Sterne auf einmal herstellen, die aber farblich gegengleich aussehen.
Zuerst werden Streifen in 4 Farben aneinander genäht. Diese Streifen rollschneidert frau im Winkel von 60 Grad in Rauten. Es werden pro Stern je 12 gleichfarbige Rauten gebraucht, wobei je 6 linksgekippt und je 6 rechtsgekippt, also gespiegelt liegen.
Dann die langen Diagonalen quer teilen.
Je ein rechtes und ein linkes Teil werden dann zuerst zur V-Raute zusammengenäht, dann 3 V-Rauten zum "Halbkreis", dann die zwei Halbkreise aneinander zum fertigen Stern.
Damit die Rückseite schön aussieht, wird diese mit einem einfarbigen Stern gefüttert. Leider war mein Stöffle dazu heute 5 cm zu kurz. Dafür ist die Decke umso größer geraten. Naja, die nächsten werden etwas kleiner. Übung macht den Meister.