Nadelgeklapper

... die Tage werden kürzer und kälter und ich habe plötzlich solche Lust zum Stricken. Inspiriert haben mich zwei neu erstandene Häkel- und Strickhefte. Ich bin sofort losgesprintet, um Wolle für Jacke und Pullover zu kaufen, aber denkste - habe keine passende gefunden...
Also was soll´s, dann werde ich mich mal meinen Lagerbeständen widmen. Aus 2 verschiedenen Sorten bunter Sockenwolle im Farbverlauf stricke ich eine Jacke für meinen 5-Jährigen. Eine ist von Opal in Farben nach Hundertwasser gefärbt, die andere heißt Step von Austermann.
Als Vorlage dient das Foto auf dem Strickheft ganz links im Bild. Angefangen habe ich gleich mit dem Ärmel, so brauche ich keine Maschenprobe. Die Einzelteile sollen patchworkartig aneinander gestrickt werden, dann kommt der Maschenverlauf wie zufällig mal längs und mal quer.
Nach den paar Maschen kann jetzt schon sagen, daß sich die Austermannwolle besser anfühlt, d.h. in verstickten Zustand weicher ist. Das hat man am Knäuel gar nicht so gemerkt. Könnte mir auch für mich gefallen in grau, anthrazit und türkis. Grau ist ja momentan gerade wieder als Modefarbe ausgerufen worden. Aber immer der Reihe nach, Ufos kann ich nicht gebrauchen!
Da fällt mir ein, meine Patchworkweste vom ersten Post braucht noch Verschlüsse.

Schwarze Jungenjeans

Da der Schnitt der Karo-Tarn-Hose (siehe Mai 07) so gut sitzt, entstand nach diesem Ottobre-Schnitt mit der feschen Po-Klappe diese Woche eine schwarze Jeans. Die Nähte habe ich kontrastfarbig abgesteppt. Einzige Verzierung ist die Zick-Zack-Stickerei am rechten Hosenbein. Im hinteren Bund ist ein Gummi eigearbeitet, damit sie beim Tragen nicht rutscht.
Der Restcoupon von 80 cm ist für Größe 116 bis auf das letzte Stäubchen aufgebraucht worden. So hab ich es gerne!

So sieht es aus...

So sieht es aus... wenn Mama ihre Stoffvorräte sortiert. Jetzt lagern alle gleichen Qualitäten (Jeans, Wolle, Viskose, Leinen, BW, Spitze...) getrennt in verschiedenen Boxen. Am höchsten war der Jeans-Stapel, gefolgt von Baumwolle und (voluminösen) Mantelstoffen. Ich habe festgestellt, dass mein Vorrat überwiegend aus einfarbigen Stöffchen besteht - wenig Gemustertes, Kariertes oder Gestreiftes.
Für den besseren Überblick habe ich Stoffpröbchen jeder Kiste zusammen auf ein Blatt Papier genäht und abgeheftet. Es hat zwar einen Tag Arbeit gebraucht, aber jetzt läßt sich wieder ohne lästiges Suchen schnell das Passende finden!

Nächste Hose

Dieser khaki gemusterte Köper gefiel mir gut für eine Jungshose. Diesmal wollte ich einen anderen Ottobre-Schnitt probieren. Er hat aufgesetzte Taschen, vorne Teilungsnähte und am unteren Saum kleine Abnäher und Schlitze mit Übertritt, die festgeknöpft werden. Passende Druckknöpfe fehlen noch.
Zur Verzierung habe ich ein Drachenemblem gestickt, und auf die hintere Potasche noch eine Art Namenssticker.
Die Weite fällt wie immer reichlich aus, das weiß ich nun langsam.


Cordhose


Damit mein Sohn demnächst nicht mit Hochwasserhosen laufen muß, bin ich in die Großproduktion für die nahende Herbstsaison eingestiegen.
Nach bewährtem Ottobre-Schnitt in Gr. 116 entstand eine grüne Feincordhose. Die Taschenbeutel sind aus Karostoff. Und der Bund hat innen auch ein Karoband abbekommen. In den hinteren Bund nähe ich für gewöhnlich ein Gummi ein, damit beim Tragen nichts rutscht.
Eigentlich wollte ich die Hose ganz schlicht halten, das sah dann doch etwas nackert aus. So habe ich sie nachträglich noch mit 2 Namensstickern und Initialen etwas personalisiert.
Das Foto verdient keinen Schönheitspreis, aber das Wesentliche erkennt man.