Kleid in Wickeloptik

Weil ich gerade in Kleider-Laune bin, habe ich mir das Wickelkleid vom Titelbild der April-Knip 2007 vorgeknöpft. Als mir dieser bedruckte und bestickte Leinen über den Weg lief, wusste ich noch nicht, was daraus werden soll. So hatte ich nur 1,50 Meter gekauft, die gerade so reichten.
Der Rockteil vom braunen Kleid (siehe unten) hat mir gut gefallen, dass ich ihn wieder verwendet habe. Um den Rock auch zu wickeln, hätte es sowieso mehr Stoff gebraucht.
Die Puffärmelchen habe ich weggelassen, sie hingen am Model so traurig nach unten.
Damit die Taillennaht auch wirklich in der Taille sitzt, musste ich das Oberteil noch um 3cm verlängern.
Seitlich ist ein nahtverdeckter RV eingebaut. Ich glaube, meine Reißverschlußsammlung kann ich einstampfen. Mittlerweile möchte ich eigentlich an keinem Rock mehr sichtbar eingenähte RV haben.

Die Ausschnitt- und Ärmelkanten wurden mit rosa glänzendem Schrägband versäubert, wie ich es beim braunen Kleid von Burda gelernt habe. Denn ein guter Stoff sollte innen auch schön verarbeitet sein.
Dazu werde ich wahrscheinlich einen roten Ledergürtel tragen.
Wenn jemand da draußen im www. noch ein Schnipselchen von diesem Stöffchen entbehren kann, lasst es mich bitte wissen! Ich hätte gerne noch einen passenden Bindegürtel dazu!

Jacke mit Raffkragen

Als ich den Schnitt in der Knipmode sah, war ich gleich verliebt – auffälliger Kragen, Schößchen, Bindebänder.
Der Stoff ist ein Taft, bei dem die Kettfäden in gelb und die Schussfäden in lila gewebt wurden und wunderschön changiert. Die Nähte sind für einen sportlicheren Touch fast alle doppelt abgesteppt. Insgesamt habe ich doch über eine Woche mit der Fertigstellung zugebracht. Futter ist eben so aufwändig wie eine zweite Jacke.
Die Passform ist super, brauchte nichts geändert zu werden. Allerdings habe ich das Gefühl, dass die Größen bei Burda GRÖßER als in der Knip ausfallen?Vom Stoff ist noch etliches übrig. Mal sehen, was daraus wird...

Sommerkleid mit weitem Kragen

Endlich ist es fertig, mein Sommerkleid aus Leinen - nach dem Designerschnitt der Burda 6/2007. Es passte auf Anhieb und sitzt sommerlich locker.
Hiermit muß ich ein dickes Lob an den Schreiber der Nähanleitung richten. Ich habe eine tolle schnelle Variante gelernt, den Kragen mit einem Schrägband zu verstürzen. Dazu sollte das Band zuerst der Länge nach zusammengebügelt werden. Dann auf die rechte Seite der Ausschnittkante nähen, so dass die gefaltete Seite nur noch nach innen geklappt und festgenäht werden muß. Super sauber und easy.
Um das Kleid anzuziehen, wären eigentlich keine Knöpflöcher nötig gewesen. Denn seitlich sitzt noch ein nahtverdeckter RV, bei dem ich so meine Schwierigkeiten hatte... Das extra dafür gekaufte Nähfüßchen tat seinen Dienst miserabel und verrutschte immer. Besser ging es dann mit dem stinknormalen Nähfuß, wenn man die Spirale per Hand nach außen drückt.
Die schwarze Saumblende habe ich beidseitig mit Ovi-Rollsaum langgezurrt. Den hatte ich bis heute noch nie verwendet, weil ich mich immer um den Stichplattenumbau gedrückt habe. Aber jetzt habe ich mich nach etlichen Jahren (!) doch einmal drangemacht und es hat gar nicht weh getan - wir sind jetzt sogar Freunde.
Und weil’s so schön war, ist der Gürtel einlagig gearbeitet und auch gleich rundherum gerollsaumt. Dafür brauchte man den Streifen nicht einmal ZUSCHNEIDEN - sondern das Stoffstück nur direkt durchs Maschinchen schieben! Voilà