F.I.M.I.-Blüsken

Heute musste ganz schnell ein weißes Blüsken für diese tropischen Temperaturen her.
Der Schnitt aus einer F.I.M.I mit Flatterärmeln und Brustnähten lag schon vorbereitet im Ordner. Schnitte, die ich nähen möchte, pause ich gerne auf Vorrat ab. Dann entfällt die ewige Sucherei in Bergen von Heften.
Ein weißer Stoffrest (leichter Rips) war auch schnell gefunden. Zugeschnitten während des Mittagsschläfchens meines Kleinen und abends genäht. Eigentlich hatte ich mit einer reinen Nähzeit von 2 bis 3 Stunden gerechnet. Eigentlich. Es hat dann doch bis zum nächsten Abend gedauert. Das Wenden der Bänder war eine zeitraubende Pfriemelei und an der Seite musste doch noch ein Reißverschluß angebracht werden, um überhaupt hineinzukommen.
Als der Volant schon angenäht, die Belege gut befestigt und zurückgeschnitten waren, habe ich dann den Irrtum bemerkt. Der Volant hätte nicht um den hinteren Halsausschnitt sondern weiter vorne herunter bis zur anderen Seite verlaufen sollen.
Merke: Lieber einmal mehr auf die Schnittzeichnung schauen! Zum Trennen hatte ich aber keinen Schneid mehr. So ist es eben künstlerische Freiheit!
Noch kurz zur F.I.M.I.-Passform. Laut meiner Maße habe ich in Größe M genommen. Die Bluse fällt sehr figurnah aus, Größe L wäre auch gegangen.

Mutter mit Kindern

...diese Woche in unserem Vorgarten gesichtet. Ich liebe sie, grrrh...

Ruck Zuck Bademantel

Für die Badesaison war dringend ein neuer Bademantel in Größe 116/122 nötig.
Bunte Frotteestoffe sind scheinbar Mangelware. Da sprangen mir 2 Badetücher in saftigem Türkis mit Streifen ins Auge. Eine Seite ist mit Frotteeschlingen und die andere aus Samt.
Übrigens bin ich wieder um eine Erfahrung reicher: Beim Fussel Abschütteln habe ich nicht schlecht aus der Wäsche geguckt, als sich nach ein paar mal Schütteln, die Nahtzugabe in Luft bzw. Fransen aufgelöst hatte. Autsch. Ging aber Dank Overlockmaschine nochmal zu retten.
Nach einfachem Schema-Schnitt und unter Verwendung der vorhandenen Säume entstand so Ruck Zuck ein bunter Bademantel. Ein passender Knopf trotz umfangreicher Knopfsammlung war eine Fehlanzeige. Grrrh.
Da ich Reste nicht wegwerfen mag, gab es dazu noch ein großes Händehandtuch und ein paar Waschhandschuhe.

Noch ein Top


Weil mir der Schnitt vom Top im vorigen Post so gut gefallen hat, gab es heute in einer Nacht- und NÄHbel-Aktion gleich noch eins aus Viskosechiffon.
Der passende Rock mit asymmetrischem Volant wartete schon einige Zeit auf sein Oberteil. Diesmal habe ich den Wasserfallausschnitt im Schnittmuster „rückgebaut“ und dafür einen schrägen Volant an die vordere Ausschnittoberkante gedichtet. Der Knoten des Bindegürtels wird diesmal seitlich geschlossen.
Das „Kleid“ durfte heute schon shoppen gehen. Allerdings keine neuen Stöffchen...


Tristan Onofri – Kleid

Angesteckt durch die „Hobbyschneiderin“ fiel mein Augenmerk nun auf den Burda-Bestellschnitt von Tristan Onofri - schön zipfelig, schwungvoll und luftig.
Ein geeignetes Stöffchen schlummerte in meinem Fundus. Ein schlüpfriger Viskosesatin, der sich nur ungern zähmen ließ. Ich hab´s aber doch geschafft!
Allerdings habe ich nur den Rock nach Onofri genäht. Er ist gefüttert und sitzt mit meinen üblichen Größenanpassungen (Taille enger machen) super.

Das Spagettiträger-Top war mir doch zu luftig. Also habe ich nach einem ähnlichen Schnitt mit Wasserfallausschnitt und Knotenschärpe gesucht. In der Burda 12/05 war ein gelbes Satintop, was perfekt dazu harmoniert. Den Knoten habe ich aber seitlich angesetzt, nicht wie vorgegeben in der Mitte. Anders als vorgeschlagen, sind die Ärmel doppellagig verstürzt, um äußere Absteppungen zu vermeiden und den flutschigen Stoff etwas formstabiler zu halten. Nur am hinteren Ausschnitt und an den unteren Armausschnitten wurden die Zugaben außen sichtbar festgesteppt. Damit mir die Träger nicht von den Schultern rutschen -und ich ungewollt im Freien stehe- werde ich die Ärmel mit Druckknöpfen heimlich am BH-Träger festklipsen.
Der Top-Schnitt fällt doch reichlich aus. Im Zweifel reicht eine Nummer kleiner.

Alles in allem finde ich diese Kombination gut gelungen, nur für jeden Tag etwas zu festlich. Dafür wäre ein nicht glänzender Stoff geeigneter. Ich habe ja noch genügend Vorräte...
Hier noch ein Bild an der Puppe, welches die Farbe besser wiedergibt.