Schiebe-Vorhänge


Endlich konnte ich mich aufraffen (!!!), die noch fehlenden Vorhänge zu nähen. Die käuflichen Systeme sind meistens 60 cm breit. Ich wollte breitere Maße, damit die Balkontür von einem Teil bedeckt wird. Am eingewebten Muster orientiert, sind meine Bahnen 86 cm geworden.
Es ist wirklich kein Hexenwerk:
Zuerst wurden die langen Seitenkanten nach innen geschlagen und festgenäht. Dann die untere Kante umgeschlagen und zum Tunnel schließen, in den eine Leiste zur Beschwerung (Baumarkt-Fußbodenleiste) gesteckt wird.
An die obere Kante mit Gardinenreihband einen Tunnel nähen, in den ein dünnerer Stab hineinkommt. Jetzt nur noch mit Gardinenröllchen in eine 3-schienige Gardinenstange einhängen. FERTIG.

Karo-Tarn-Hose

Da ich mir vorgenommen habe, meine Stoffschätzchen zeitnaher zu vernähen, kann ich mir auf die Schulter klopfen. Der Tarnstoff mit Überkaro wartete nur ein Dreivierteljahr auf seine Verarbeitung.
Der Schnitt mit der über beide Taschen verlaufenden hinteren Taschenklappe stammt aus der Ottobre 2/2003. Aus Erfahrung wurde diesmal die Länge in Größe 116 genommen und in der Weite Größe 104!!! Sitzt trotzdem lässig, nicht zu eng und ist lang genug, dass sie noch mind. ein Jahr paßt.

Mein Sproß bekommt sie nächste Woche zum 5. Geburtstag. Sein Label sitzt auf der hinteren Potasche. Ein passendes Shirt mit einer Fünf drauf ist in Planung...

Globale Gedanken

Letzte Woche gab es bei einem berühmten Discounter Regenjacken für gerade einmal 12,99 Taler. Normalerweise kaufe ich die Sachen ja nicht (gerne), aber das Modell hat mir so gut gefallen, dass ich schwach wurde. Jetzt habe ich das Nähwerk einmal genauer unter die Lupe genommen. Insgesamt sind 5 Reißverschlüsse verbraucht. Die alleine übersteigen schon den Preis der Jacke, wenn man sie im Fachgeschäft kauft. Als Hobbyschneiderin hat man auch Probleme 2 farblich passende Regenstoffe plus Netzfutter zu bekommen... Die Taschen und Täschchen sind sehr aufwendig und gut verarbeitet. Ich frage mich , wo und wie ist es möglich, zu einem solchen Preis zu fertigen? Und warum sind am anderen Ende der Welt die Rohstoffe scheinbar billiger? Fragen über Fragen...

Leinenjacke für den Sommer



Für den Sommer wollte ich eine leichte ungefütterte Jacke. Also weißes Leinen gekauft, geschnippelt, genäht und herausgekommen ist dieses gute Stück, an dem ich bestimmt lange Freude dran haben werde.
Der Schnitt stammt aus der holländischen Knipmode von Nov 2006.
Aus dieser Zeitung habe ich bisher noch nie etwas nachgearbeitet und habe keine Erfahrung zur Paßform. Anhand der Fotos hätte ich gedacht, dass sie weiter ausfällt, aber sie sitzt schön auf Figur.
Der Kragen ist eine Mischung aus Schalkragen und Volant. Die Kragenkante habe ich mit dichtem, schmalem Overlockstich abgekettelt. Da die Ärmelschlitze verstürzt sind, sprich die Manschette gedoppelt ist, wollte ich am unteren Saum keine sichtbare Naht haben. So wurde der Saum per Hand unsichtbar geheftet.

Meine Weste vom vorigen Post ist genäht und gefüttert. Fertig ist sie aber erst, wenn ich die passenden Posamentenverschlüsse und Fellborte gefunden habe.

Übrigens nicht wundern, dass der Text unten nicht zum Foto passt. Als Blog-Neuling muß ich das noch üben, habe das System noch nicht ganz verstanden...